3. Kreditbegehren Strassen- und Werkleitungssanierung Konstanzerstrasse

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Das kantonale Tiefbauamt plant, die Konstanzerstrasse, Bereich Hertlerkreisel bis Hammerweg, ab 2026 bis 2027 zu sanieren. Dabei werden der Belag ersetzt und gleichzeitig die beiden Bushaltestellen hindernisfrei ausgebaut sowie die Strassenbeleuchtung erneuert. Da es sich um einen Innerortsbereich handelt, muss sich die Gemeinde an diesen Sanierungskosten mit einem Anteil von 28% beteiligen. Das Projekt wurde vom 15.08. bis 03.09.2025 öffentlich aufgelegt. Es sind keine Einsprachen eingegangen. Bereits länger bekannt ist, dass in diesem Abschnitt auch erheblicher und akuter Handlungsbedarf bei den Werkleitungen besteht. Die Werksanierungsarbeiten werden mit den Strassenbauarbeiten koordiniert ausgeführt.

Die bestehende Grauguss-Wasserleitung mit Durchmesser 120 mm wurde 1898 gebaut. In den letzten Jahren gab es verschiedene Wasserrohrbrüche in diesem Teilstück. Gemäss aktuellem generellen Wasserversorgungsplan (GWP) muss die bestehende Gussleitung durch eine Leitung aus Polyethylen (PE) mit Durchmesser 160 mm ersetzt werden. Im Zuge der Wasserleitungssanierung sollen die vier Hydranten sowie die Hausanschlussleitungen, zumindest bis an die Parzellengrenze erneuert werden.

Im gleichen Arbeitsgang muss gemäss generellem Entwässerungsplan (GEP) in der Konstanzerstrasse ab der Sonnenstrasse eine neue Regenabwasserleitung mit direkter Einleitung in den Dorfbach realisiert werden. Diese neue Leitung entlastet die bestehende und überlastete Regenwasserleitung, die via Sonnenstrasse und oberhalb des Regenüberlaufbeckens Blumenau in den Dorfbach mündet. Die aussergewöhnlich hohen Kosten für diese wichtige Leitung begründen sich in der Kumulation verschiedener besonderer Erfordernisse: breite und tiefe Grabung (2.5 m breit, 3 m tief), Aus- und wieder Einbau bestehender Werkleitungen, Sicherheitsmassnahmen im Bereich Bahnhof (Vorgaben SBB), Baumschutzmassnahmen vor Haus Nr. 17 (bei Firma Capita), Vorleistungen für die Hausanschlüsse sowie die etappenweisen Arbeiten unter Verkehr.

Das Elektrizitätswerk plant die Sanierung von 11 Hausanschlüssen, die nach Abschluss der Sanierungsarbeiten direkt von den elektrischen Verteilkabinen versorgt werden. Zu diesem Zweck wird eine zusätzliche elektrische Verteilkabine installiert. Die bestehenden Niederspannungs-Stammleitungen aus den Baujahren 1985 bis 1990 werden vollständig erneuert. Die Gesamtlänge beläuft sich auf ca. 780 Meter. Gleichzeitig wird das Mittelspannungs-Kabel von der Trafostation (TS) Dega zur TS Sonnengarten aus dem Baujahr 1986 ausgetauscht und durch eine leistungsfähigere Leitung ersetzt.

Die komplette Strassenbeleuchtung, derzeit betrieben mit konventionellen Natriumdampflampen, wird vollständig durch stromsparende LED-Leuchten ersetzt. Die Leuchtenstandorte bleiben teils unverändert, teils werden Kandelaber versetzt, um die Normen der Strassenbeleuchtung einzuhalten.

Die Ingenieurbüros Wälli AG und Negxt AG sowie das kantonale Tiefbauamt haben folgenden Kostenvoranschlag ermittelt:

Beitrag an Kanton für Belagseinbau, Bushaltestellen, Signalisation, Beleuchtung  680’000
Regenabwasserleitung (550 m) 1’550’000
NS-Verkabelung, Hausanschlüsse und Mittelspannungsleitung 750’000
Sanierung der bestehenden Wasserleitung (450 m) 410’000
Total 3’390’000

Der Gemeinderat beantragt, dem

  • Kreditbegehren von CHF 3’390’000 für die Strassen- und Werkleitungssanierung der Konstanzerstrasse, Abschnitt Hertlerkreisel bis Hammerweg

zuzustimmen.